CKW verfügt in Rathausen über ein Grundstück mit viel Entwicklungspotenzial. Die Reussinsel bietet genügend Land- und Platzreserven und bestehende Infrastruktur, um einen zentralen Standort für die Geschäftsaktivitäten und die Mitarbeitenden aus Reussbühl und Rathausen zu schaffen. Damit ist die Reussinsel in Emmen, der Ursprungsort von CKW, der optimale Standort. Dies hat sich auch 2019 gezeigt, als im Zuge der Evaluation verschiedene Standorte analysiert wurden. Zur Sicherstellung des Netzunterhalts in der Region Luzern muss sich der Netzstützpunkt im Grossraum Luzern befinden. Rathausen ist hierzu der geeignete Standort.
Auf der Reussinsel kann CKW das Wissen und die Kompetenzen bündeln. Wenn Werkgebäude und Büroarbeitsplätze an einem Ort sind, können die verschiedenen Geschäftsbereiche besser zusammenarbeiten und Synergien nutzen. Gerade im Bereich Logistik und Werkgebäude gibt es grosses Potenzial: Abläufe können optimiert und Synergien geschaffen werden, zum Beispiel durch kürzere Wege beim Be- und Entladen, weniger Fahrten und eine bessere Anordnung der Lagerflächen. Auch die Zentralisierung des Maschinenparks bringt Vorteile. Zudem bietet sich die Chance, die Infrastruktur zu modernisieren – etwa durch ein zeitgemässes Lager mit moderner Ausstattung. Durch die zentrale Lage profitieren auch unsere Kundinnen und Kunden im Versorgungsgebiet. Bei Störungen ist CKW schnell vor Ort. Zudem entstehen in Emmen attraktive Arbeits- und Ausbildungsplätze.
Das Entwicklungsvorhaben bündelt Energien, Innovation und Zusammenarbeit an einem Ort. Durch den Zusammenzug der CKW-Geschäftsbereiche und die Ansiedlung des Hauptsitzes von Luzern nach Emmen entsteht eine nachhaltige Wertschöpfung, die die Gemeinde Emmen finanziell stärkt. Die Investitionen auf der Reussinsel schaffen einen Standort mit überregionaler Strahlkraft – wirtschaftlich, technologisch und gesellschaftlich. Auf dem Areal entwickelt CKW innovative Lösungen für die Energiewende, die ressourcenschonend und zukunftsfähig sind. Gleichzeitig engagiert sich CKW regional, fördert die fachspezifische Ausbildung und trägt durch eine nachhaltige Energieversorgung zur Stärkung der Lebensqualität bei.
Reussbühl wird sich in den nächsten Jahren stark verändern, weil rund um den Seetalplatz ein neuer Stadtteil entsteht und das CKW-Areal in Reussbühl in ein Wohnareal transformiert wird. So soll in den kommenden Jahren ein attraktives und lebendiges Stadtquartier entstehen. Damit leistet CKW einen wichtigen Beitrag für zusätzlichen Wohnraum im Raum Luzern. Mit einem Studienauftrag wurde ein Siegerprojekt gekürt. Die Ergebnisse wurden an der Infoveranstaltung im Juni 2022 präsentiert. Auf dieser Basis wird durch die Stadt Luzern derzeit ein neuer Bebauungsplan für Reussbühl ausgearbeitet und in den politischen Genehmigungsprozess gegeben. Im Anschluss folgt das konkrete Bauprojekt.
Das Projekt entsteht abgestimmt und in kontinuierlichem Austausch mit Politik, Gemeinden, Bevölkerung, Nachbarschaft und den Mitarbeitenden. Die Bevölkerung wird mehrmals die Möglichkeiten haben, sich einzubringen. Direkt nach der Präsentation des Richtprojekts findet eine öffentliche Mitwirkung statt, bei der sich alle zum Projekt äussern können. Ebenso wird es vor der öffentlichen Auflage eine Mitwirkung zum ausgearbeiteten Bebauungsplan geben.
CKW lädt während der öffentlichen Mitwirkung zu Führungen auf der Insel ein, damit sich die Bevölkerung ein Bild vor Ort machen kann. Zudem wird ein zusätzlicher Mitwirkungsanlass organisiert, anlässlich dessen die Anwohnerinnen und Anwohner Gelegenheit haben, gemeinsam mit CKW Massnahmen zu entwickeln und zu diskutieren, die begleitend zum Projekt umgesetzt werden und der Bevölkerung, insbesondere den Anwohnenden, zugutekommen.
Grundsätzlich liegt es bei CKW, die Einhaltung der vereinbarten Fahrten sicherzustellen. CKW wird dafür die notwendigen und vereinbarten Massnahmen ergreifen. Die Gemeinde kann Verkehrsmessungen anordnen und bei Überschreitungen zusätzliche Massnahmen verlangen.
Die Weiterentwicklung erfolgt im achtsamen Umgang mit der einzigartigen Landschaft der Reussinsel. Wie für die Projektierungsphase üblich, wird eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) durchgeführt, wobei alle relevanten Umweltthemen untersucht werden.
Zum aktuellen Projektstand liegt ein Lärmgutachten vor. Dieses zeigt, dass alle Grenzwerte problemlos eingehalten werden können. Durch den Betrieb entstehen keine zusätzlichen Emissionen wie Lärm oder Geruch. Die Gebäudehöhe wird unter den Baumkronen angesetzt, um den Neubau optisch zu integrieren. Zudem bleibt der hintere Teil der Insel unangetastet und kann weiterhin seine Funktion als wertvoller Raum für Tiere und Pflanzen erfüllen. Ein weiterer Vorteil des Vorhabens ist, dass weitere Flächen für Wohnen und Arbeiten in Luzern und Emmen geschaffen werden können, ohne dass ein einziger Quadratmeter Kulturland zusätzlich überbaut werden muss.